Der Fremde, der kommt und bleibt
Dienstag, September 30th, 2008Im Dokumentarfilm “Moschee – nein danke?!” begleitet Jan Gabriel die kleine Stadt Wertheim und ihren Konflikt um die Religion ihrer angeheuerten Gastarbeiten. Kopf der Anti-Moschee-Truppe ist die Familie Schwend, die in diesem Film öffentlich zugibt, aufgrund ihrer guten Beziehungen zwischen regionaler Wirtschaft, dem Gemeinderat und der Parteien, dazu beigetragen hat, die Beschlüsse der Kommunalverwaltung zu ihren Gunsten zu beeinflussen, damit keine Moschee die schöne Stadt Wertheim verschandelt. Gastarbeiter angeheuert, Gastarbeiter geblieben, Problem!
Nach Art. 4 GG gilt: “(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.” Momentan haben vielleicht noch die meisten Vertreter von muslimischen Vereinen einen ausländischen Pass. Aber was machen die Menschen, wie die Familie Schwend, wenn die ganzen Kinder nachrücken, die zum größten Teil eine deutsche Staatsbürgerschaft haben?
Simmel, Georg: Exkurs über das Fremde
Wagner, Gerhard: Der Fremde als sozialer Typus


